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Die deutschen Fussball WM Chancen nach der Testspiel Niederlage
Nach dem mit Spannung erwarteten Testspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Argentinien kehrte weitgehend Ernüchterung ein. Die Niederlage gegen den zweifachen Weltmeister aus Südamerika zeigte einige Schwächen auf. Für Bundestrainer Joachim Löw und sein Team gilt es nun, diese Niederlage zu analysieren und die richtigen Lehren daraus zu ziehen.
In den letzten Testspielen vor der Fussball WM in Südafrika wird man sich vor allem auch die Frage nach dem richtigen System stellen müssen. Die Mängel des von Löw favorisierten 4-2-3-1 wurden gestern Abend deutlich. Der Stürmer - zuerst Miroslav Klose, später Mario Gomez - war als einzige Spitze nur unzureichend in das Spiel integriert. Hier muss man die Frage stellen, ob ein zweiter Stürmer dem Spiel der Nationalmannschaft nicht mehr Durchschlagskraft in der Offensive verleihen würde.
Auch das Mittelfeld, das in dieser Zusammensetzung noch nie zusammen gespielt hat, muss sich noch finden. Von der Offensivreihe Mesut Özil, Thomas Müller und Lukas Podolski ging wenig Kreativität aus. Die neue Zentrale mit Kapitän Michael Ballack und Bastian Schweinsteiger war noch nicht aufeinander abgestimmt. So konnte Ballack seine Stärken in der Offensive selten ausspielen, da er überwiegend Defensivaufgaben zu erfüllen hatte.
Dies sind aber Abstimmungsprobleme, die bis zu Beginn der WM behoben werden können. Man erinnere sich hier an das Testspiel gegen Italien vor dem WM 2006, als eklatante Mängel deutlich wurden.
Die Abstimmung in der Verteidigung scheint ebenfalls noch nicht zu stimmen. Philipp Lahm, der beim FC Bayern München auf der rechten Seite spielt, blieb auf links blass. Auch die Innenverteidiger Per Mertesacker und Serdar Tasci hatten Probleme mit den schnellen Spielern der Argentinier.
Trotz aller Mängel sollte man nicht unerwähnt lassen, dass schwache Leistungen vor großen Turnieren bei der deutschen Nationalmannschaft schon Tradition haben. Das Team steigert sich in der Regel im Laufe des Turniers. Daher sollte man für die Weltmeisterschaft nicht zu schwarz sehen. Wenn Joachim Löw es schafft, ein ideales System zu etablieren und die Mannschaft in Topform ist, zählt Deutschland bei den WM Wetten weiterhin zu den Mitfavoriten auf den Turniersieg.
